DHPC – Präparate mit Wirkstoff Hydrochlorothiazid

Risiko für nicht-melanozytäre Malignome der Haut (Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom)

21.11.2018 

Die Zulassungsinhaberinnen AstraZeneca AG, Axapharm AG, Bayer (Schweiz) AG, BGP Products GmbH, Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH, Daiichi Sankyo (Schweiz) AG, Dr. Grossmann AG Pharmaca, Future Health Pharma GmbH, Helvepharm AG, Medius AG, A. Menarini AG, Mepha Pharma AG, Merck (Schweiz) AG, MSD Merck Sharp & Dohme AG, Novartis Pharma Schweiz AG, Pfizer PFE Switzerland GmbH, Roche Pharma (Schweiz) AG, Sandoz Pharmaceuticals AG, Sanofi-Aventis (Suisse) SA, Spirig HealthCare AG und Takeda Pharma AG informieren:

  • Pharmakoepidemiologische Studien haben ein erhöhtes Risiko für nicht-melanozytäre Malignome der Haut (NMSC) in Form von Basalzell- und Plattenepithelkarzinomen unter zunehmender kumulativer Exposition gegenüber Hydrochlorothiazid (HCTZ) gezeigt.
  • Patienten, die HCTZ allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln anwenden, sind über das NMSC-Risiko aufzuklären und anzuweisen, ihre Haut regelmässig auf jegliche neu aufgetretenen Läsionen sowie Veränderungen vorhandener Läsionen zu kontrollieren und jegliche verdächtigen Hautveränderungen zu melden.
  • Verdächtige Hautveränderungen sind zu untersuchen, gegebenenfalls mittels Biopsie und histologischer Analyse.
  • Patienten sind anzuweisen, sich nur begrenzt Sonnenlicht und sonstiger UV-Strahlung auszusetzen und bei Sonnen-/UV-Exposition angemessenen Lichtschutz zu verwenden, um das Hautkrebsrisiko zu minimieren.
  • Bei Patienten mit Malignomen der Haut in der Vorgeschichte ist die Anwendung von HCTZ möglicherweise sorgfältig zu überdenken. 

Detaillierte Informationen dazu können dem PDF-Dokument entnommen werden.